Donnerstag, 16. Juli 2015

B2B Meetings im Castello di Desana - PROGETTO EXPO-RT - NOVARA, MILANO 26 – 29 MAGGIO 2015

Am zweiten Tag ging es mit dem Bus nach Desana, wo eine große Zahl ganz unterschiedlicher ProduzentInnen aus den Regionen Novara und Vercelli auf die Teilnehmer warteten.
Die Business Treffen fanden im alten Castello di Desana statt.


Für den Weg ins Schloss war tatsächlich ein roter Teppich ausgerollt und der Schlossherr Marco Vercellone nahm uns persönlich in Empfang. Durch den Park ging es dann in einen sehr schönen Seitenflügel, der für diese Veranstaltung optimal hergerichtet war.

Im Saal warteten an einzelnen Tischen die Hersteller von Nudeln, Risotto-Reis, Salami und Schinken, Käse, Süßigkeiten aller Art, Espresso-Kaffee, Wein und Grappa und noch vieles mehr. Die OrganisatorInnen hatten den Teilnehmern diesmal die freie Wahl gelassen. Keine festen Termine, sondern die freie Wahl, wo man und mit wem man Gespräche führt. Ich habe mit Pasta begonnen, weil es da im Vorfeld der Reise bereits einen Kontakt gab und mich dann anschließend einem bunten Staruß an Produkten gewidmet. Ein feiner Bio Espresso war dabei, zum Teil außergewöhnliche Weine, Schokolade, Panettone und andere süße Verführungen. Es war toll, sich ohne großen Zeitdruck mit den Herstellern auszutauschen, verschiedene Produkte zu probieren und dabei auch einiges kennenzulernen, was völlig neu war. Ob Lebensmittel oder Weine, es gab so manches, was ich zumindest bis dahin noch nicht probiert hatte.
Was man an den Gesprächstischen nicht probierte, konnte bei einem reich gedeckten Buffet nachgeholt werden. Das bot natürlich vor allem auch die Chance, Pasta und Risotto fertig zubereitet zu kosten. Die Küche des Gastgebers wurde genutzt, um aus den vielen Produkten ein umfangreiches Menü zuzubereiten. Dazu konnte man natürlich auch von den piemontesichen Weinen kosten. Das gefällt mir immer besonders gut. Ein guter Wein schmeckt doppelt gut, wenn wir ihn bei einem dazu passenden Menü kosten können und noch besser natürlich, wenn das alles auch noch in der Region stattfindet, wo all die Köstlichkeiten hergestellt werden.


Natürlich könnte ich jetzt im Detail zu jedem Produkt und Hersteller ins Detail gehen. Aber bei der großen Auswahl konnte ich leider nicht alles testen und ich möchte keinen der Produzenten bevorzugen oder benachteiligen, daher nur ein paar Zeilen zur Qualität insgesamt. Insgesamt bewegten sich die Produkte auf einem recht hohen Qualitätsniveau, natürlich gab es dabei, aich preislich abgestimmt, Unterschiede. Was mich, wie fast immer in Italien, auch hier beeindruckt hat, ist die große regionale Vielfalt, sind die vielen Produkte, die hier in einer Nische überleben können, weil die Kunden bereit sind, für gute Lebensmittel und guten Wein auch einen guten Preis zu bezahlen. Das hat mich auch hier iim Castello di Desana wieder sehr beeindruckt.


Nach dem Mittagessen gab es eine große Runde, in der wir auch hier vom Bürgernmeister über die Kammerpräsidenten bis hin zum Regierungspräsidenten begrüßt wurden. Natürlich, und auch zu Recht, wurde der Wunsch nach guten Geschäften mehr als einmal ausgesprochen.


Ich denke da schon ganz konkret drüber nach, einige Weine, Pasta, Risotto und eventuell auch Dolci stehen auf meiner Liste und sind vielleicht ab Herbst bei uns im Webshop Casa Nova erhältlich.
Einige Bilder von der Veranstaltung gibt es auf der Webseite des Castello.
Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle, denn auch der Park und das eigentliche Schloss sind sehenswert. Mann kann dort übrigens auch übernachten. Und wenn Sie dorthin kommen fragen sie mal, ob Sie die Riseria besichtigen können. Das lohnt sich und die folgenden Bilder geben schon mal einen kleinen Vorgeschmack:
Strasse zur Riseria

Risotto braucht viel Wasser

Risotto so weit das Auge reicht

Die Felder mit dem jungen Reis sind beeindruckend groß

L'Azienda Agricola Tenuta Castello

Verarbeitung der Risotto Ernte

Sortiermaschine

Fast alle Maschinen sind weitgehend aus Holz

Abfüllanlage

Risotto als Bild

Die wichtigsten Reissorten

Sonntag, 5. Juli 2015

Nougat - Tiramisu

Tiramisu bei dieser Sommerhitze? Aber klar, wenn es so frisch und lecker daher kommt. Das Rezept habe ich grade ausprobiert, auch um eine sehr feine Nusscreme aus der Pasticceria - Cioccolateria Coggiola in Biella, Piemont, zu testen.
Weil es ganz neu ist, diesmal mit vielen Bildern.

Zutaten:
1 Bio-Zitrone, 2 Blatt weiße Gelatine, 200 g Erdbeeren, 50 g Puderzucker, 2 EL Limoncello, 100 g Nuss-Nougat-Masse, 250 g Speisequark (20% Fett), 250 g Mascarpone, 200 ml Schlagsahne, 200 g Löffelbisquits (besser 250 g, aber ganz dünne), 80 ml starker Espresso (kalt)


Zutaten 
Zubereitung:
1. Espresso zubereiten und abkühlen lassen
2. Erdbeeren waschen, trocken tupfen und putzen, vierteln und in einen Rührbecher geben. Zitrone heiß abwaschen, trocknen und mit dem Zestenreisser die Schale abziehen. Dann auspressen und Zesten plus Saft plus 25 g Puderzucker zu den Erdbeeren geben, pürieren. Das Erdbeerpüree kalt stellen.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 2 EL Limoncello zusammen mit der weichen Gelatine langsam so weit erwärmen, bis sich die Gelatine komplett aufgelöst hat (am besten laufend mit einem kleinen Schneebesen rühren). Die Gelatine-Limoncello Mischung mit dem Schneebesen unter das Erdbeerpüree rühren und erneut kalt stellen.
3. Den Quark, die Mascarpone und die Nusscreme in eine Rührschüssel geben und mit dem Quirl des Handrührers oder der Küchenmaschine in 2-3 Minuten cremig aufschlagen. Die Sahne mit 25 g Puderzucker steif schlagen und unter die Nuss-Nougat-Creme haben. Creme kalt stellen.
4. Eine Kastenkuchenform (ca. 25x20 cm) mit Löffelbisquit auslegen. Diese untere Schicht mit dem Kuchenpinsel satt mit Espresso einpinseln. Aber aufpassen: sie sollten den Espresso schön aufnehmen, aber nicht matschig werden! Ein Drittel der Nougatcreme darauf streichen. Wieder eine Schicht Bisquit darauf legen und mit der Hälfte des Erdbeerpürrees bedecken. Darauf wieder Bisquits, Nougatcreme, Bisquits, den Rest Erdbeerpürree, Bisquits und als oberste Schicht noch mal Nougat-Creme.
5. Mindestens drei Stunden kühlen!!!

Das Ergebnis ist ein fein-nussig-schokoladiges Tiramisu mit einer fruchtig-frischen Note durch die Erdbeeren. Der Limoncello "kitzelt" das ganze Erdbeeraroma heraus. Ohne Ei und fast ohne Alkohol ist das absolut Sommerhitzetauglich. Und wenn Kinder mitessen, einfach den Limoncello durch 2 EL Saft einer weiteren Zitrone ersetzen.

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten plus 3 Stunden Kühlzeit.
Zubereiten und servieren

Samstag, 4. Juli 2015

Unternehmerreise nach Novara, Italien (1. Teil)

PD-Amtliches Werk über Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Novara-Stemma.gif#/media/File:Novara-Stemma.gif
„Novara-Stemma“ von Massimo Ghirardi

Novara ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Piemont und hat ca. 105.000 Einwohner. Zwischen den Flüssen Terdoppio und Agogna liegt die Provinzhauptstadt Novara, geschichts- und legendenträchtig mit ihren antiken Wurzeln. Novara ist 50 km von Mailand und 100 km von Turin entfernt. Nach Turin ist Novara die einwohnerstärkste Stadt des Piemont. Die Stadt hat eine Ausdehnung von ca. 130 km².

Die Provinz Novara grenzt im Osten mit dem Lago Maggiore an die Lombardei. Die Provinz ist eingebettet in die Reisanbaugebiete der Flüsse Sesia und Ticino (Tessin) und umgeben von Weinbergen und Schlössern. Dorthin führte mich eine Unternehmerreise vom 26.-29. Mai 2015, organisiert durch die ICE – Italienische Agentur für Außenhandel, das Büro für Handelsförderung der italienischen Botschaft.
Vor Ort waren wir Gast der Handels- und Handwerkskammern von Novara und Vercelli bzw. deren Mitgliedern. Bis dahin wusste ich fast nichts über die Region - außer das dort der weltberühmte Carnaroli Reis angepflanzt wird. Der Zweck der Reise waren B2B Treffen mit kleinen und großen Produzenten aus den Regionen Novara und Vernicelli sowie ein Besuch der Expo in Mailand.
Direkt nach der Ankunft am Mailänder Fluighafen Malpensa ging die Fahrt in die Umgebung von Novara in das Hotel "La Torre dei Canonici". Das liegt am Stadtrand, ist auch ein großes Landgut. Das eigentliche Hotel ist in komplett umgebauten ehemaligen antiken Gebäuden der alten Mühle und dem historischen Turm der Kanoniker aus dem 15. Jahrhundert untergebracht. Außer den sehr gut ausgestatteten Zimmern gibt es auch einen Wellnessbereich, eine Sauna und einen Fitnessraum. Die Bilder sprechen für sich, das Hotel ist gerade jetzt als Unterkunft z.B. für einen Besuch der Expo in Mailand zu empfehlen.


Danach führte die Reise zur Cascina Tenuta Graziosa, wo uns ein köstliches, traditionelles Mittagessen inklusive einer Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebs, der übrigens auch köstlichen Schinken und Salami herstellt, erwartete.

Anschließend führten uns die Gastgeber direkt nach Novara. Erste Station war ein Besuch der Basilika San Gaudenzio, bei der wir auch bis ganz oben auf die Kuppel dieses imposanten, vom Architekten Alessandro Antonelli erbauten Doms, steigen durften. Die Belohnung waren traumhaft schöne Ausblicke über die Stadt bis in die Alpen.

Basilika di San Gaudenzio

Danach konnten wir einen Spaziergang durch die Altstadt machen. Sie ist weitgehend Fussgängerzone. Dort finden sich eher kleine, teilweise exklusive Fachgeschäfte. Das vielleicht bekannteste ist ein Schuhgeschäft, dass noch alle angebotenen Schuhe in Handarbeit anfertigt. Sogar der amerikanische Präsident Barack Obama oder der Papst lassen hier ihre Schuhe anfertigen. Neben vielen Sehenswürdigkeiten aus vergangenen Zeiten ist Novara für seine Weinberge, den Reisanbau sowie für seine Käsespezialitäten, Wurstsorten und Süßigkeiten bekannt. Und vieles davon kann man in einigen der Feinkostgeschäfte in auf dem Corso Cavour einkaufen.
Centro Storico

Von der Piazza Cesare Battisti (die aber alle Piazza delle Erbe nennen) bogen wir dann ab in den Hof der ehemaligen Verteidigungsburg der Sforza, den Palazzo Cabrino am Beginn der Via Fratelli Rosselli (Büros der Kommune), und dem Palazzo Natta (Präfektur). Dort begrüßten uns der Bürgermeister und der Präsident der Region. Bei kleinen leckeren Fingerfood Happen und einem gut gekühlten Weißwein gab es die ersten Gespräche zum kennenlernen.

Municipio vecchio